Vorbereitung für den Camper-Ausbau

  • Beitrags-Kategorie:Camper Ausbau
  • Beitrag zuletzt geändert am:April 23, 2024
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Bevor du mit dem spannenden Teil des Camper-Ausbaus beginnst, lass uns ehrlich sein: Es gibt ein paar weniger glamouröse, aber super wichtige Schritte, die nicht übersprungen werden dürfen. Und ja, das bedeutet, sich mit Dingen wie der Reinigung und dem Entfernen von Rost auseinanderzusetzen. Nur so wird der Ausbau später auch wirklich gelingen und lange Freude bereiten.

Inhaltsverzeichnis

Trennwand, Bodenplatte und Verkleidung entfernen

Bevor du mit der Reinigung deines Fahrzeugs beginnen kannst, musst du im ersten Schritt alle Wände und den Boden freilegen. Die meisten Transporter haben eine Trennwand die du entweder entfernen oder so belassen kannst. Wir haben die Trennwand entfernt, um einen Durchgang zum Fahrerhaus zu haben. So können wir im Notfall schnell wegfahren, ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen. Viele bauen sich auch selbst eine Trennwand aus Holz und installieren eine verschließbare Tür zum Fahrerhaus. Das hat wiederum den Vorteil, dass Einbrecher nicht von vorne in den Wohnraum kommen.

Nachdem du die Trennwand entfernt hast, kannst du die Verkleidungen und die Bodenplatte rausnehmen. Hier solltest du viel Geduld mitbringen. Bei uns waren Trennwand und Verkleidungen vernietet und wir mussten jede Niete aufbohren. Die Schrauben der Bodenplatte waren durchgerostet und ließen sich nicht herausdrehen. Letztendlich haben wir es aber dann doch mit viel Gewalt geschafft. Darunter kam zwar eine Menge Dreck zum Vorschein, aber dafür kaum Rost.

Gründliche Reinigung des Innenraums

Nun kannst du mit der Reinigung des Fahrzeugs beginnen. Das solltest du wirklich gründlich machen, um jede noch so kleine Roststelle zu finden. Wir haben hierfür ein mildes Reinigungsmittel und viel Wasser verwendet. Für härteren Schmutz kannst du Bremsenreiniger* zur Hilfe nehmen. Am besten legst du dir hier gleich einen größeren Vorrat an, da du ihn während des Ausbaus noch oft benötigen wirst.

Vorbereitung für den Camper-Ausbau: Rostbehandlung

Die Rostbehandlung ist nicht nur wichtig für die Optik, sondern auch für die Sicherheit und Langlebigkeit deines Fahrzeugs. Wie du sowohl kleine als auch größere Roststellen behandeln kannst zeigen wir dir nun Schritt für Schritt.

1. Entfernung von Rost

Mit einem Winkelschleifer und einer feinkörnigen Fächerscheibe kannst du größere Rostherde angehen. Kleinere Ecken und schwer erreichbare Stellen lassen sich gut mit einer Bohrmaschine und speziellen Aufsätzen, oder im Handbetrieb mit einer groben Drahtbürsten bearbeiten. 

2. Reinigen und Entfetten

Mit Bremsenreiniger oder einem Silikonentferner* werden alle bearbeiteten Flächen gründlich entfettet. Das sorgt dafür, dass später aufgetragene Mittel besser haften. Allerdings ist Vorsicht geboten, da diese Reiniger recht aggressiv sein können. Daher immer mit Schutzbrille, Handschuhen und gegebenenfalls mit einem Mundschutz arbeiten.

3. Behandlung

Ein Rostumwandler* ist jetzt dein bester Freund. Auf die zuvor behandelten Flächen aufgetragen, verwandelt er den Rost chemisch und sorgt für eine stabile, rostfreie Oberfläche. Nachdem der Rostumwandler seine Arbeit getan hat (die genaue Einwirkzeit entnimmst du der Produktanleitung), sollten die Flächen eine dunklere Farbe angenommen haben.

4. Grundieren und Lackieren

Mit einer Rostschutzgrundierung* schützt du das Metall vor erneutem Rostbefall. Dabei ist es ratsam, nicht nur die vorbehandelten, sondern alle freiliegenden Stellen zu grundieren. Wenn du magst, kannst du die grundierten Flächen anschließend lackieren. Das hängt ganz von deinem Projekt und deinen ästhetischen Vorlieben ab. Bei Flächen, die später sichtbar bleiben oder dem Wetter ausgesetzt sind, bietet ein Lack zusätzlichen Schutz.

Unterbodenkonstruktion

Nachdem du alle Flächen auf Rost behandelt hast, geht es an den Aufbau der Unterbodenkonstruktion. Diese benötigst du, um anschließend Dämmmaterial zwischen dem Blech und deiner Bodenplatte unterzubringen. Wir haben uns für die Unterkonstruktion Latten 24 x 48 mm geholt und diese dann in der richtigen Länge zugesägt. 

Der Boden deines Fahrzeugs hat in der Regel Sicken (Rillen) in die die Latten perfekt passen. Diese sägst du nun so zu, dass du sie entlang der kompletten Länge des Bodens auslegen kannst. Du musst jedoch nicht in jeder Sicke eine Latte unterbringen. Du kannst immer etwa 2-3 Rillen freilassen.

Nun werden die Hölzer mit Sikaflex in die Rillen geklebt. Lege anschließend deine Bodenplatte auf und beschwere sie mit Gewichten. Wir haben hierzu einfach ein paar Reifen benutzt. So sorgst du dafür, dass die Latten fest am Boden haften. Nach 24 Stunden Trocknungszeit kannst du die Bodenplatte wieder entfernen und mit der Dämmung des Bodens beginnen.

Hier findest du unseren Beitrag zur Fahrzeugdämmung

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