8 Dinge, die du über die Türkei wissen solltest

  • Beitrags-Kategorie:Türkei
  • Beitrag zuletzt geändert am:April 23, 2024
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Die Türkei blickt auf eine reiche Kulturgeschichte zurück und bildet eine Brücke zwischen Europa und Asien. Das Land ist aber auch ein wunderbares Reiseziel und eignet sich sowohl für einen Strandurlaub als auch für eine Rundreise. Doch um deine Reise wirklich zu genießen, gibt es einige Dinge, die du wissen solltest. Von kulturellen Gepflogenheiten bis hin zu praktischen Tipps – in diesem Beitrag erfährst du, was die Türkei so einzigartig macht.

Inhaltsverzeichnis

Kultur und Religion in der Türkei

Die Türkei ist geprägt von einer reichen religiösen Tradition. Der Islam spielt dabei eine zentrale Rolle und beeinflusst viele Aspekte des täglichen Lebens. Dies wird besonders in den zahlreichen prachtvollen Moscheen und religiösen Stätten sichtbar. Wenn du diese Orte besuchst, ist es wichtig, sowohl in deiner Kleidung als auch in deinem Verhalten Respekt zu zeigen.

Kleidungsvorschriften in religiösen Stätten:

  • Bedeckende Kleidung: Männer und Frauen sollten darauf achten, Schultern und Knie zu bedecken. Lange Hosen für Männer und lange Röcke oder Kleider für Frauen sind dabei zu empfehlen.
  • Kopfbedeckung für Frauen: In vielen Moscheen wird von Frauen erwartet, dass sie ihre Haare mit einem Schal oder Tuch bedecken. Es ist also ratsam, immer ein Tuch dabei zu haben, falls du eine Moschee besuchst.
  • Entfernung der Schuhe: Vor dem Betreten einer Moschee ist es üblich, die Schuhe auszuziehen. Dies zeigt Respekt gegenüber dem heiligen Ort und ist ein Zeichen der Reinheit.

Sprache in der Türkei

Türkisch ist eine faszinierende und einzigartige Sprache, die zur turksprachigen Familie gehört. Es ist die offizielle Sprache der Türkei und wird von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochen. Während in den touristischen Hotspots und Metropolen viele Menschen auch Englisch sprechen, öffnet ein paar Worte Türkisch zu kennen, Türen und Herzen. 

Hier ein kleiner Sprachführer für deine Reise:

  • Hallo: Merhaba (Mer-ha-ba)
  • Guten Morgen: Günaydın (Gü-nay-dın)
  • Guten Abend: İyi akşamlar (Ee ak-sham-lar)
  • Auf Wiedersehen: Hoşça kal (Hosh-cha kal) oder Güle güle (Gü-le gü-le)
  • Bitte: Lütfen (Lüt-fen)
  • Danke: Teşekkür ederim (Te-she-kür ede-rim)
  • Ja: Evet (E-vet)
  • Nein: Hayır (Ha-yır)
  • Entschuldigung/Verzeihung: Özür dilerim (Ö-zür di-le-rim)
  • Wie viel kostet das?: Bu ne kadar? (Bu ne ka-dar?)
  • Ich spreche nicht viel Türkisch: Türkçe çok konuşamıyorum (Türk-çe chok ko-nu-şa-mı-yo-rum)
  • Hilfe: Yardım (Yar-dım)

Tee und Kaffee in der Türkei

In der Türkei begegnet man an jeder Ecke dem Nationalgetränk: dem Tee, oder „Cay“, wie er hier genannt wird. Dieses Getränk ist fest im Alltag verankert und wird in den typischen kleinen, runden Gläsern serviert.

Das Besondere an diesem Tee-Erlebnis ist die Offenheit, mit der man überall zum Tee eingeladen wird. Ob beim Stöbern in einem Laden, beim Warten an einer Bushaltestelle oder einfach beim Spaziergang durch die Stadt – eine Einladung zu einem Glas Cay ist nie weit. Wenn möglich, solltest du die Einladung annehmen, denn nirgendwo sonst kannst du mit den Menschen besser in Kontakt kommen.

Neben dem Tee ist der türkische Kaffee eine weitere Spezialität, die man nicht verpassen sollte. Er ist bekannt für seine starke und süße Zubereitung und wird in kleinen Tassen serviert. Er wird oft nach dem Essen oder während entspannter Gespräche genossen und bietet ebenso wie der Cay eine wunderbare Möglichkeit, das lokale Leben und die Kultur näher kennenzulernen.

Die türkische Esskultur

Wer durch die Türkei reist, kommt an einem nicht vorbei: dem kulinarischen Erlebnis. Die türkische Küche ist wie ein buntes Mosaik aus Geschmäckern und Aromen. Vor allem Fleischesser kommen bei den unzähligen Kebab-Variationen voll auf ihre Kosten. Auch für Naschkatzen gibt es jede Menge Süßspeisen, allen voran Baklava – eine süße Teigspeise, gefüllt mit Nüssen und übergossen mit Honigsirup.

Ein kleiner Hinweis für Vegetarier und Veganer: Die türkische Küche liebt Fleisch. Das kann manchmal eine Herausforderung sein, denn viele der traditionellen Gerichte setzen auf Rind-, Lamm- oder Hühnerfleisch. Aber keine Sorge, in den touristischen Gebieten und größeren Städten gibt es durchaus auch vegetarische und vegane Optionen. Es lohnt sich, in Restaurants nachzufragen und die lokalen Märkte zu erkunden, denn frisches Gemüse und Obst gibt es überall.

Und wenn du wie wir die Möglichkeit hast, selbst zu kochen, dann nutze die Chance und zaubere dir dein eigenes vegetarisches Festmahl aus den Zutaten, die du auf den bunten Märkten findest.

Das türkische Hamam

Einen weiteren Tipp, den wir dir geben können, ist der Besuch eines türkischen Hamams. Wir würden dir aber unbedingt empfehlen, ein traditionelles Hamam aufzusuchen. Leider ist es so, dass vor allem in den touristischen Orten auch Hotels dieses Badeerlebnis anbieten. Das hat oft aber nichts mit der traditionellen Form des Hamam zu tun. Wir haben hier von Erfahrungen gehört, bei denen Männer von Frauen und Frauen von Männern behandelt wurden. Du solltest dir auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass du dort sozusagen nackt liegst.

Woran du ein traditionelles Hamam erkennst:

  • Frauen und Männer werden in komplett abgetrennten Bereich behandelt
  • Männer werden von Männern (Tellak) behandelt und Frauen von Frauen (Natır)
  • Besondere Architektur mit auffälliger Kuppel und Wänden und Böden aus Marmor oder anderem Naturstein
  • Es gibt drei Hauptbereiche: das Umkleidezimmer (Camekan), das warme Zimmer (Ilıklık) und das heiße Zimmer (Sıcaklık).

So läuft eine Behandlung im Hamam ab:

  1. Als erstes wirst du in einen Umkleideraum geführt, in dem du dich entkleiden kannst und dir das Handtuch (Peştemal) und Badelatschen anziehen kannst. Beides wird vom Hamam gestellt. Für Frauen gibt es meist noch ein kleines Einmalunterhöschen.
  2. Dann wirst du von einem Angestellten, der dir zugeteilt wurde in das warme Zimmer geführt. Dieses ist vergleichbar mit einer Sauna und soll die Haut aufweichen.
  3. Nach ca. 15 Minuten wirst du von dort abgeholt und in den Waschraum geführt. In der Mitte dieses Raums befindet sich ein riesiger Marmortisch, auf dem gleichzeitig mehrere Menschen behandelt werden.
  4. Du wirst nun dazu aufgefordert, das Handtuch abzulegen und dich auf den warmen Stein zu legen. Nun beginnt die eigentliche Prozedur.
  5. Mit einem Handschuh wird dein kompletter Körper abgerubbelt und das nicht gerade zaghaft. Du wirst nicht glauben, was hier an Haut runterkommt. Aber keine Sorge, das muss dir nicht unangenehm sein, das ist völlig normal. Es ist einfach nur alte Haut.
  6. Im Anschluss werden mit Hilfe eines Handtuchs riesige Mengen an Schaum über dich ergossen und dann beginnt die Massage, die in etwa 25 Minuten dauert. Dann wirst du mit warmem Wasser übergossen, um den ganzen Schaum abzuwaschen. In diesem Zuge werden dir dann auch noch die Haare gewaschen.
  7. Dann wirst du entlassen und darfst dich bei einer Tasse Tee und ein paar kleinen Spezialitäten im Ruheraum erholen.

Tipp: Die Angestellten freuen sich sehr über ein Trinkgeld.

Trinkgeld – Eine kleine Geste des Dankes

Wo wir gleich zum nächsten Thema kommen – dem Trinkgeld. Dieses ist in der Türkei ein fester Bestandteil des kulturellen Austauschs. Ob im Restaurant, wo 10-15% der Rechnung als Trinkgeld üblich sind, oder für die vielen kleinen Dienste im Alltag – ein wenig Trinkgeld wird immer geschätzt.

Es geht dabei nicht nur um das Geld, sondern vielmehr um die Anerkennung und Wertschätzung der Menschen, die ihren Teil dazu beitragen, deinen Aufenthalt angenehm zu gestalten. Ein kleines Trinkgeld zu geben, ist eine einfache, aber wirkungsvolle Art zu zeigen, dass du die Mühe und den Service zu schätzen weißt.

Visum und Einreisebestimmungen

Wenn du deine Reise in die Türkei planst, ist es wichtig, dich vorab über die Visum- und Einreisebestimmungen zu informieren. Für deutsche Staatsbürger zum Beispiel ist die Sache ziemlich unkompliziert: Sie dürfen sich innerhalb von 180 Tagen bis zu 90 Tage visumsfrei in der Türkei aufhalten. Klingt erstmal einfach, aber Achtung: Wenn du vorhast, länger als diese 90 Tage zu bleiben, musst du eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Das ist wichtig, denn die Regeln sind strikt. Wer sich länger als erlaubt in der Türkei aufhält, ohne die entsprechenden Papiere zu haben, dem drohen empfindliche Strafen. Es lohnt sich also, sich rechtzeitig zu informieren und alles Nötige zu regeln.

Für detailliertere Informationen, zum Beispiel was genau zu tun ist, wenn du länger bleiben möchtest oder welche Dokumente du brauchst, schau dir am besten unseren Beitrag „Ein- und Ausreise Türkei“ an. Dort findest du alles Wissenswerte, damit deine Reise reibungslos verläuft und du deine Zeit in der Türkei in vollen Zügen genießen kannst.

Mit dem Auto in der Türkei

Wer schon einmal in einer türkischen Stadt unterwegs war, weiß: Der Verkehr hier kann eine echte Herausforderung sein. Die Fahrweise ist oft anders als das, was wir aus unseren Heimatstädten gewohnt sind – manchmal scheint es, als gäbe es keine Regeln. Autos, die sich durch enge Gassen schlängeln, Motorräder, die an jeder roten Ampel vorbeiziehen, und laute Hupkonzerte.

In diesem Trubel eine eigene Fahrspur zu finden, kann für Ungeübte schnell überwältigend sein. Deshalb ist es oft eine gute Idee, auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückzugreifen. Busse, U-Bahnen und Trams sind in den großen Städten wie Istanbul oder Ankara gut ausgebaut und bringen dich meist sicher und zuverlässig von A nach B.

Tipp: Wenn du dich entscheidest, ein Taxi zu nehmen, achte darauf, dass der Fahrer das Taxameter einschaltet. So vermeidest du Überraschungen beim Fahrpreis.

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