Einbruchschutz und Sicherheit im Wohnmobil

  • Beitrags-Kategorie:Camper Ausbau
  • Beitrag zuletzt geändert am:April 23, 2024
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Bestimmt hast du schon oft davon gehört: Einbruch in Wohnmobile, Camper gestohlen, Gas-Attacken. Und wahrscheinlich machst du dir aufgrund solcher Geschichten große Gedanken und hast vielleicht sogar Angst, deinen Camper irgendwo allein stehen zu lassen. Wir können dich hier aber ein wenig beruhigen. Ganz klar, solche Fälle gibt es und einem befreundeten Pärchen von uns ist es tatsächlich auch schon passiert – auf einem belebten IKEA-Parkplatz. Trotzdem ist die Chance, dass es dich tatsächlich trifft, eher gering.

Wusstest du, dass jedes Jahr rund 12.000 Autos in Deutschland gestohlen werden? Machst du dir deswegen jetzt Sorgen, dass jemand dein Auto stehlen könnte? Wohl eher nicht. Natürlich gibt es Orte oder Großstädte, in denen das Wohnmobil auf einem bewachten Parkplatz besser aufgehoben ist und diesen Weg gehen auch wir meistens. Das Wichtigste ist jedoch immer, dass du auf dein Bauchgefühl hörst und deinen Camper so gut wie möglich sicherst. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es zwar nie, aber wie wir wissen, haben Einbrecher meist keine Zeit. Mache es den Dieben also so schwer wie möglich, dann ist die Chance groß, dass sie von deinem Fahrzeug ablassen und verschwinden.

Inhaltsverzeichnis

Tipps für mehr Sicherheit im Wohnmobil

Um die Sicherheit deines Wohnmobils zu erhöhen, gibt es eine Reihe von einfachen, aber sehr effektiven Maßnahmen, die du ergreifen kannst. Diese Tipps sind besonders nützlich, wenn du auf Reisen bist oder dein Wohnmobil an unbekannten Orten parkst. Sie können helfen, das Risiko von Diebstahl und Einbruch zu minimieren und bieten dir zusätzliche Sicherheit.

Keine Wertgegenstände im Fahrerraum liegen lassen

Es ist verlockend, Gegenstände wie dein Smartphone, deine Geldbörse oder Navigationsgeräte im Fahrerhaus zu lassen, besonders wenn du nur kurz weg bist. Aber selbst die kleinste Sichtbarkeit dieser Gegenstände kann Diebe anlocken. Daher ist es wichtig, sie immer aus dem Sichtfeld zu entfernen und an einem sicheren Ort zu verstauen. Denke daran, dass Diebe oft Gelegenheitstäter sind, und das Entfernen solcher Anreize kann sie davon abhalten, dein Fahrzeug ins Visier zu nehmen.

Wohnmobil nachts immer abschließen

Viele von uns fühlen sich in unseren Wohnmobilen sicher und neigen dazu, sie nachts unverschlossen zu lassen, insbesondere in vermeintlich sicheren Campingbereichen. Aber das ist ein Risiko, das du nicht eingehen solltest. Während der REM-Schlafphase könnten wir einen Einbrecher, der sich durch eine unverschlossene Tür Zugang verschafft, nicht bemerken. Stelle sicher, dass alle Türen und Fenster vor dem Schlafengehen gut verriegelt sind.

Abfahrbereit parken

Die Positionierung deines Wohnmobils kann in einer Notsituation entscheidend sein. Parke so, dass du im Falle eines Notfalls oder einer Bedrohung schnell wegfahren kannst. Ideal ist es, rückwärts einzuparken, damit du ohne Verzögerung losfahren kannst. Dies gibt dir nicht nur einen schnellen Fluchtweg, sondern auch ein Gefühl der Kontrolle über deine Umgebung.

Sichtschutz im Fahrerraum

Ein effektiver Sichtschutz im Fahrerraum kann dazu Ein effektiver Sichtschutz im Fahrerraum kann dazu beitragen, neugierige Blicke abzuhalten. Vorhänge, Jalousien oder spezielle Fensterabdeckungen sind nicht nur gut für die Privatsphäre, sondern auch ein Sicherheitsmerkmal. Wenn potenzielle Diebe nicht in dein Wohnmobil hineinsehen können, verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie es als Ziel auswählen.

Wohnmobil einbruchsicher machen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um dein Fahrzeug einbruchsicher zu machen – oder zumindest einbruchsicherer zu machen, denn eine hundertprozentige Garantie gibt es leider nicht.

In der Regel haben es Einbrecher aber immer eilig und je schwerer der Zugang in das Wohnmobil ist, desto eher werden sie wahrscheinlich davon ablassen und das Weite suchen. Deshalb geht es bei Einbruchsschutz auch eher darum, es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen.

Alarmanlage

Mit einer Alarmanlage verhinderst du den Einbruch am besten schon, bevor der Dieb überhaupt ins Wohnmobil steigt. Leider ist es aber so, dass sich immer weniger Menschen für den lauten Alarm einer Alarmanlage interessieren. Zumindest wird es den Dieb aber abschrecken. Der Nachteil ist, dass die Installation einer Alarmanlage oft sehr aufwendig ist und ganz schön teuer sein kann.

Bewegungsmelder

Ein Bewegungsmelder ist normalerweise ein mobiles Gerät, das im Innenraum des Wohnmobils aufgestellt werden kann. Beim Erkennen von Bewegungen gibt es einen Alarm ab und informiert den Besitzer über eine App mit einem Alarmton. Ein Produkt, das sich bewährt hat, ist der Bosch Spexor. Leider wurde die Produktion 2023 eingestellt, aber wenn du Glück hast, sind in manchen Shops vielleicht noch Restbestände vorhanden. Die App soll wohl weiterhin funktionieren und auch Updates bekommen.

Prick-Stop Fahrertür

Bei vielen Fahrzeugmodelle kann die Fahrertür ganz einfach mit einem Schraubenzieher, der den Schließmechanismus betätigt, geöffnet werden. Genau das ist unseren Freunden passiert. Hierfür gibt es einen kleinen Helfer, den Prick-Stop* – eine Metallplatte, die zwischen Blech und Schließmechanismus montiert wird. Die Platte verhindert, dass spitze Gegenstände hindurchdringen können.

Ketten Fahrer- und Beifahrertür

Für die Fahrer- und Beifahrertür gibt es spezielle Ketten, die an der Befestigung des Gurtes und am anderen Ende an der Tür befestigt werden. So kann ein Öffnen der Türen verhindert werden. Wir mussten jedoch eine Modifizierung vornehmen und haben an einem Ende der Kette ein Schloss befestigt. So verhindern wir, dass Diebe einfach durch das eingeschlagene Fenster greifen und die Kette aushaken. 

Prick-Stop Hecktüren

Der Prick-Stop* für die Hecktüren besteht aus zwei Platten, die auf jeweils einer der Hecktüren montiert wird. Sind die Türen geschlossen kann durch diese beiden Platten ein Metallstift geschoben werden, was verhindert, dass die Türen geöffnet werden können.

Gasalarm-Melder

Ein Gasalarm-Melder zeigt Gaskonzentrationen in der Luft an. Das macht vor allem dann Sinn, wenn du im Wohnmobil mit Gas kochst. Es gibt auch Gasmelder, die zusätzlich Narkosegase und Kohlenmonoxid anzeigen können. Wir haben uns für den 3GAS-Alarm* entschieden, der bei allen drei Arten anschlägt. Diesen haben wir in ca. 1,50 m Höhe im Kopfbereich unseres Bettes angebracht.

Beachte aber, dass die verschiedenen Gase unterschiedlich schwer sind und sich deshalb unterschiedlich im Raum verteilen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du dir einen Gaswarner* mit Zusatzsensoren* holen. Hier könne wir den Caratec Gaswarner und die dazugehörigen Zusatzsensoren empfehlen.

Schloss Schiebetür

Ein Abus Diskus Schloss* an der Führungsschiene der Schiebetür verhindert, dass die Tür geöffnet werden kann. Hierzu wird einfach ein kleines Loch in die Schiene gebohrt, worin das Schloss dann befestigt werden kann.

Lenkrad-Kralle

Eine Lenkradkralle* verhindert, dass das Lenkrad vollständig gedreht werden kann. So bekommt der Dieb spätestens in der ersten Kurve Probleme und entscheidet sich wohl lieber dagegen, das Fahrzeug zu entwenden.

Radkralle

Die Radkralle* hat eine ähnliche Funktion wie die Lenkradkralle, mit dem Unterschied, dass sich diese Kralle am Rad befindet und verhindert, dass sich dieses drehen kann.

Tresor

Ein Tresor* kann ganz einfach an einem geeigneten Platz im Wohnraum montiert werden und sichert so wichtige Gegenstände oder Dokumente wie z. B. den Reisepass. Mittlerweile gibt es auch Tresore, die an die Beifahrertür* oder unter den Beifahrersitz* montiert werden können.

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