Die wichtigsten Reiseimpfungen

  • Beitrags-Kategorie:Planung
  • Beitrag zuletzt geändert am:April 23, 2024
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Bei der Planung deiner Reise gibt es einen Punkt, um den du dich frühzeitig kümmern solltest: Die Reiseimpfungen. Besonders wenn du in weit entfernte Länder reisen möchtest, solltest du vorher einen Blick in deinen Impfpass werfen. Neben den Standard-Auffrischimpfungen könnten weitere Impfungen notwendig sein. 

Inhaltsverzeichnis

Warum sind Reiseimpfungen so wichtig?

Reiseimpfungen sind ein wichtiger Aspekt bei der Reiseplanung. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass Reiseimpfungen nicht nur dich selbst schützen, sondern auch dazu beitragen, die Verbreitung von Krankheiten zu reduzieren. Du fragst dich nun wahrscheinlich, welche Impfungen du für deine Reise wirklich brauchst und wer für die Kosten aufkommt. All das werden wir uns im folgenden Beitrag anschauen.

Wo bekomme ich meine Reiseimpfung?

Um deine Reiseimpfungen zu bekommen, solltest du am besten direkt zu einem Tropenarzt gehen. Dieser kann dich beraten und dir sagen, welche Impfungen du für deine Reise benötigst. Es ist von Vorteil, wenn du jetzt schon weißt, welche Route dich durch die Welt führen wird. Wenn dir das zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar ist, dann ist das aber auch kein Problem. 

Wer kommt für die Kosten auf?

In der Regel werden die Kosten für empfohlene Reiseimpfungen von der gesetzlichen Krankenkasse ganz oder zumindest teilweise übernommen. Am besten fragst du einfach direkt bei deiner Krankenkasse an, damit du weißt, welche Kosten auf dich zukommen könnten. Reiseimpfungen sind teuer und können mehrere hundert Euro pro Person kosten.

Die Impfung gegen die Japanische Enzephalitis wird meist nicht erstattet. Und auch die Malaria-Tabletten musst du selbst bezahlen, was sehr teuer werden kann, wenn du dich lange in Risikogebieten aufhältst.

Welche Reiseimpfungen gibt es?

Reiseimpfungen werden grundsätzlich in drei Kategorien aufgeteilt. Routinemäßige Impfungen, empfohlene Impfungen und erforderliche Impfungen.

Die routinemäßigen Impfungen sind dir wahrscheinlich noch aus der Kindheit bekannt. Hierbei handelt es sich um Masern, Mumps, Röteln, Tetanus, Diphtherie und Pertussis. Die Kosten für diese Impfungen werden normalerweise von den Krankenkassen übernommen.

Hepatitis A und B

Verbreitung: Asien, Afrika, Südamerika

Übertragung: Hepatitis A wird durch kontaminierte Lebensmittel übertragen, Hepatitis B durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten.

Folgen: Gelbsucht und Leberschäden.

Impfschema: Die Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B wird normalerweise in einer Dreier-Serie verabreicht. Die erste Dosis wird zu einem beliebigen Zeitpunkt gegeben, gefolgt von einer zweiten Dosis einen Monat später und einer abschließenden Dosis sechs Monate nach der ersten Dosis.

Erstattung: Ja

Typhus

Verbreitung: Süd- und Südostasien, Afrika, Südamerika

Übertragung: Die Krankheit wird durch das Bakterium Salmonella Typhi verursacht, das durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel, insbesondere Meeresfrüchte, rohes Gemüse und Obst, übertragen wird.

Folgen: Fieber, Bauchschmerzen und Durchfall.

Impfschema: Die Typhus-Impfung kann auf zwei Arten verabreicht werden: als einmalige Injektion oder als oral eingenommene Serie von vier Kapseln. Die Injektion bietet Schutz für etwa zwei Jahre, während die Kapseln alle zwei Tage über eine Woche eingenommen werden und für fünf Jahre Schutz bieten.

Erstattung:

Tollwut

Verbreitung: Weltweit

Übertragung: Tollwut ist eine tödliche Viruserkrankung, die durch den Biss infizierter Tiere (vor allem Hunde) übertragen wird.

Folgen: Tollwut ist eine tödliche Viruserkrankung, die zu schweren neurologischen Symptomen führt und ohne frühzeitige Behandlung fast immer zum Tod führt.

Impfschema: Die Tollwut-Impfung besteht normalerweise aus einer Serie von drei Injektionen. Die erste Dosis wird an Tag 0 gegeben, gefolgt von weiteren Dosen an den Tagen 7 und 21 bis 28.

Erstattung: Ja

Gelbfieber

Verbreitung: Pflicht zur Einreise nach Afrika und Südamerika

Übertragung: Durch Mückenstiche.

Folgen: Die Krankheit kann zu Fieber, Übelkeit, Muskel- und Rückenschmerzen führen und in schweren Fällen zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung mit Organversagen, Gelbsucht (daher der Name „Gelbfieber“) und Blutungen. Unbehandelt kann Gelbfieber zum Tod führen.

Impfschema: Die Gelbfieber-Impfung wird als einmalige Injektion verabreicht und bietet lebenslangen Schutz. Eine internationale Gesundheitsvorschrift von 2016 besagt, dass eine Auffrischungsimpfung nicht mehr erforderlich ist.

Erstattung: Ja

Japanische Enzephalitis

Verbreitung: Asien und westlicher Pazifik

Übertragung: Durch Mückenstiche.

Folgen: Schwere Hirnhautentzündung.

Impfschema: Die Impfung gegen Japanische Enzephalitis wird normalerweise in zwei Dosen verabreicht, die 28 Tage auseinander liegen. Eine Auffrischung wird nach 1 bis 2 Jahren empfohlen, wenn weiterhin ein Risiko besteht.

Erstattung: Nein

Dengue Fieber

Verbreitung: Tropen und Subtropfen aller Kontinente

Übertragung: Durch Mückenstiche.

Folgen: Meistens ohne Symptome oder leichtes Fieber. Bei schweren Fällen Magenkrämpfe, (Blut)Erbrechen, Erschöpfung, Unruhe.

Impfschema: Seit März 2023 ist ein Impfstoff auf dem deutschen Markt erhältlich. Ansonsten sollte konsequenter Mückenschutz betrieben werden.

Erstattung: 

Krankheiten, gegen die es keine Impfung gibt

Es gibt jedoch auch Krankheiten, die auf Reisen auftreten können, gegen die es noch keine Impfung gibt, wie es bei Malaria und dem Zika Virus der Fall ist.

Malaria

Verbreitung: Afrika (90% der Fälle), Asien und Südamerika

Übertragung: Durch Mückenstiche.

Folgen: Schüttelfrost und hohes Fieber, hinzu kommen Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Anämie. Die Malaria tropica kann sehr schwere Verläufe nehmen, mit Komplikationen wie Nieren- und Leberversagen und Lungenödemen. Daher ist es umso wichtiger, bereits bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen, der die Krankheit mit einem Test feststellen kann.

Vorsorge: Da es gegen Malaria keine Schutzimpfung gibt, sollte bei Reisen in Risikogebiete mit einem Medikament wie Chloroquin oder Mefloquin vorgesorgt werden.

Erstattung: Nein

Zika Virus

Verbreitung: Süd- und Mittelamerika, Südostasien, Südpazifik, tropisches Afrika

Übertragung: Durch Mückenstiche, von Mensch-zu-Mensch (durch sexuellen Kontakt oder Bluttransfusionen)

Folgen: Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Erbrechen (80% der Infizierten zeigen keine Symptome)

Vorbeugung: Leider gibt es noch keine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe. Mückenstiche sollten vermieden werden und Geschlechtsverkehr nur geschützt stattfinden.

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